Saisonfazit der Zwoten (von Julian Schmitz)

Wie beginnt man am besten die Offseason? Richtig mit einem kleinen Rückblick auf die Saison die am letzten Sonntag mit einem Sieg über Kleinenbroich geendet hat.

Eine Saison mit ihren Höhen und Tiefen, aber grundsätzlich einer durchweg positiven Tendenz, aber der Reihe nach.

 

Zurück zum Sommer '11: Die Zwote ist dabei sich neu zu finden, die Vorsaison mit grade mal einem Sieg abgeschlossen, wird bekannt, dass mit Julian Bretz und Niklas Rohleder die beiden besten Spieler zur neuen Saison in die 1. Mannschaft der BG wechseln.

Bald darauf endlich mal positive Nachrichten, neben einigen jungen Spielern aus der U18 werden wir noch von ein paar Veteranen des Kaarster Basketballsports verstärkt. Die Mannschaft wird somit fast gänzlich neu zusammengemischt und ein interessantes Projekt entsteht.

Das erste Spiel deutete eigentlich darauf hin, dass es nicht viel anders laufen würde, als in den vergangenen Jahren, waren wir den Gegnern doch mehr oder weniger ausgeliefert und rannten permanent einem Rückstand hinterher, doch schon hier zeigte sich eine für die weitere Saison essentielle Eigenschaft der Mannschaft: Kampfgeist. So verloren wir das Spiel am Ende denkbar knapp mit 6 Punkten, speziell der Kommentar von Kai Winkels dazu hing mir noch lange im Kopf ("Ich weiß nicht wirklich wie ihr das geschafft habt, aber am Ende habt ihr es wirklich nochmal spannend gemacht!").

Auch die Spiele 2-4 wurden verloren, jedoch keins mit mehr als 4 Punkten,so dass das Team gegen Rosellen hungrig genug war, um die Mannschaft aus Allerheiligen mit 65:20 förmlich zu überrennen. Sowohl die TG Neuss, als auch die Alten Freunde Düsseldorf mussten noch drann glauben und kassiert beide jeweils noch eine Niederlage.

Leider liegt es in der Natur der Sache, dass auf ein Hoch ein Tief folgt. Letzteres begann für uns mit einem Namen: Kleinenbroich (klingelts?). In einem eng umkämpften Spiel, war es letztlich ein Freiwurf der die kleine 'winning-streak' enden ließ.

Nach einer deutlichen Niederlage gegen Grafenberg, zeigte das Spiel gegen Dormagen jedoch erstmals, dass wir knappe Spiele nicht nur verlieren, sondern auch gewinnen konnten. Ein wirkliches Highlight der Saison stellte das Spiel gegen Osterath dar. Da die sonst abwechselnd erscheinenden älteren Spieler diesmal alles verhindert waren (man munkelt, dass das Altenheim sie nicht gehen ließ), musste das junge Team (kein Spieler älter als 20) nun alleine zurecht kommen. Letztlich gewann Osterath mit 6 Punkten, das Spiel zeigte jedoch, mit wie viel Intensität das Team spielte, so dass man zwischenzeitlich sogar führte und das Spiel bis zum Schluss eng gestaltet hatte.

Mit dem Sieg gegen den Tabellenzweiten aus Kleinenbroich am vergangenen Sonntag bestätigte sich der positive Trend der Mannschaft, zwar ist der 6. Tabellenplatz kein Grund zum Jubeln, aber wer Spiele der Zwoten gesehen hat, kann bestätigen, dass dieses Team den Hunger hat um nach Höherem zu streben.

Als Erfolg dieser Saison kann man definitiv die Defense der gesamten Mannschaft verbuchen, das Motto "no easy points" scheint komplett verinnerlicht. Beispiel gefällig? Coach Kai hatte 132 gegnerische Punkte für die letzten beiden Spiele als Maxime ausgesprochen, die Mannschaft ließ 106 zu!

Der lange Sommer wird nun intensiv dazu genutzt um speziell an der Offense zu arbeiten, die Stärken wie Laufbereitschaft und Defense weiter zu optimieren und den Basketball-IQ zu fördern, damit auch mal wirkliche Setplays gespielt werden können.

Zunächst steht aber noch ein Freundschaftsspiel gegen die U18, sowie zwei Turniere (2. - 3. Juni: Kaarst; 23. - 24. Juni: Schwelm) an, in denen das Team sich hoffentlich so konzentriert zeigt, wie zum Ende der Saison.

 

Generell freut es zu sehen, dass sich die Spieler, als auch das Team generell, so positiv entwickelt haben, was vor einem Jahr sicherlich noch nicht so absehbar war. Grundlegend hierfür ist, denke ich das geschlossene Auftreten als Mannschaft, die aufgrund einer solchen Saison natürlich auch zusammengewachsen ist und noch immer zusammen wächst.

Zwar ist nicht gewährleistet, dass alle Spieler bleiben (speziell wegen Beruf & Studium bei vielen), aber dass das Team damit umzugehen weiß, hat es diese Saison definitiv bewiesen.

 

Danke dafür.

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